13 x MORD

Erfrischend purzeln Mirella Kuchlings gruselige Kurzgeschichten „13 x Mord“ in das allzu verbreitete Amalgam aus Befindlichkeiten und poetisierender Selbsttherapie unserer Zeit. Wenn Wiglaf Droste einst formulierte, dass 90 Prozent aller Bücher am besten niemals geschrieben worden wären (...)

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EINE FORM VON INTELLIGENZ

Aus André Hagels Texten spricht jener Schalk, der ihm im Nacken sitzt; und zwar von der ersten bis zur letzten Zeile. Wenn er scheinbar belanglos über ein nutzloses Spiel mit Bauklötzen schwadroniert und dieses beinahe stolz torpediert, erscheint über der Buchseite wie von Geisterhand das (...)

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Stacheliges Glück

Manchmal im Leben finden wir uns auf einem Himbeerschlag wieder; das Gestrüpp zerkratzt uns Hände und Beine, während wir uns tapfer an die roten Früchte heran pirschen; wir ernten die Eierschwammerl vom gegenüberliegenden Hang, schauen zurück zu den Stacheln und wissen, dieses Leben (...)

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Was ist wirklich?

Was sind die größten Herausforderungen des Lebens? Sie wollen jetzt vermutlich alles hören - von der schweren Kindheit über ... bis ... Aber ich sage Ihnen eines: Die größte Herausforderung des Lebens ist, jeden morgen beim Fenster hinaus in die Welt zu schauen und zu erkennen: "was ist wirklich?"

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Was ist Kunst?

Mehr als zweihundert Jahre später fällt mir zu diesem kleinen Gedicht noch ein Satz ein, den Johann Wolfgang von Goethe an seinen malenden Freund und Vertrauten Johann Meyer im Mai 1820 schrieb: „Es wird so entsetzlich viel gedruckt, daß man weder Vernünftiges noch Unvernünftiges hört, was man nicht soeben gelesen hat“, steht da in diesem Brief. Aber wie ist das heute? (...)

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Kunst und Politik

Warum nur, so frage ich mich, fühlen sich Dichter, Schauspieler, Musiker oder Maler immer wieder berufen, öffentlich Statements zur Politik abzugeben? Ist es wirklich notwendig so zu tun, als hätte man den absoluten Überblick über weltpolitische Zusammenhänge, den totalen Durchblick bei CETA und TTIP, man wüsste, wie wir normalen Menschen zu denken und zu leben haben? (...)

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Worum es geht

Die zeitgenössische Literatur hat das Geschichtenerzählen lange Zeit sträflich vernachlässigt. Da werden persönliche Befindlichkeiten zwischen zwei Buchdeckel gequält, da werden langsam verblassende Jugenderinnerungen im Stil eines Schulaufsatzes zurück geholt, um sich selbst vorzugaukeln, man habe bedeutend gelebt, da tummeln sich selbsternannte „Romanciers“ im Brackwasser zahlloser Neuerscheinungen (...)

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